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Classic Line

Im Jahr 2011 ist der Autozulieferer Bosch in den Markt für Elektrofahrräder eingestiegen. Die Robert Bosch GmbH hat einen Mittelmotor entwickelt, der sich in kurzer Zeit weit im Markt verbreitet hat.

Das erste ab 2011 gelieferte Bediengerät wurde 2013 durch das Intuvia Bediengerät abgelöst. Mit diesem neuen Bediengerät Intuvia sind die 2011 eingeführten Antriebsmodelle unter dem Namen Classic Line weiter im Markt verfügbar.

Die bewährte 36V-Motoreinheit enthält den bürstenlosen Gleichstrommotor, ein Getriebe sowie einen Kraft- und Trittfrequenzsensor. Zusätzlich ist ein Geschwindigkeitssensor am Hinterrad angebracht. Die Motorunterstützung wird über das Kettenblatt eingekoppelt.

Bosch Antrieb 2011

Ab Modelljahr 2014:

Für das Modelljahr 2014 hat Bosch einen neuen Mittelmotor präsentiert. Diesen gibt es in der Ausführung Cruise bis 25 km/h (zulassungsfrei) und der Ausführung Speed bis 45 km/h (zulassungspflichtig). Die Cruise Ausführung gibt es in zwei Produktlinien:

- die Active Line für harmonisch agilen Antrieb (auch mit Rücktrittbremse erhältlich) und

- die Performance Line für dynamisch-kraftvollen Antrieb.

Alle Systeme sind mit Akkus mit 300 Wh und 400 Wh lieferbar. Sie haben die gleiche äußere Form und unterscheiden sich äußerlich nur in der Farbe der Gehäuse. Unterschiedliche Software in den Antrieben sorgt für unterschiedliches Fahrverhalten.

Vom Aufbau her unterscheiden sich die neuen 2014er Mittelmotoren wesentlich von der bewährten Baureihe. Ein formschönes ovales Gehäuse passt sich gut in den Fahrradrahmen ein und wirkt nicht als Fremdkörper. Anstelle des Kettenblattes auf der rechten Seite hat man ein Ritzel mit 15 bis 20 Zähnen eingebaut. Dieses sorgt dafür, dass der Motor in einem effizienteren Bereich arbeiten kann. Aufgrund dieses kleinen Ritzels müssen aber die Pedalbewegungen des Radfahrers mit Faktor 2,5 schneller auf die Kette übertragen werden, d. h. dort ist ein Getriebe eingebaut, welches vom Radfahrer mitbewegt werden muss. Dies hat zur Folge, dass das Radfahren ohne Antriebsunterstützung etwas mehr Kraft kostet.

Active Line

Die Drive Unit (so heißt der Motor in Bosch-Sprache) der Active Line ist in titangrau gehalten. Die Antriebssysteme der Active Line sind für komfortable Fahrräder mit moderater Unterstützung vorgesehen. Wahlweise werden die Antriebe der Active Line in Fahrräder mit Ketten- oder Nabenschaltung eingebaut.

Bosch Active Line

Performance Line

Die Drive Unit der Performance Line ist in schwarz gehalten. Die Antriebssysteme der Performance Line werden dort eingesetzt, wo höchste Leistung gewünscht wird. Der Antrieb geht dann auch etwas ruppiger zur Sache. Antriebe der Performance Line werden in Fahrräder mit Kettenschaltung eingebaut. Lediglich die stufenlosen NuVinci Nabenschaltungen von Fallbrook sind ebenfalls für die Performance Line freigegeben.

Bosch Performance Line

Bosch Intuvia Display

Das Bosch Bediengerät Intuvia(bei Bosch wird das Bediengerät HMI - Human machine interface - genannt) ist durch große Schrift gut ablesbar. Es hat vier Unterstützungsstufen und zeigt neben der Geschwindigkeit und den Gesamtkilometern auch die Tageskilometer, die Reichweite der Akkuladung, die gefahrene Zeit, die Uhrzeit und die Maximalgeschwindigkeit an.

Bosch Intuvia Display

Ab Modelljahr 2015:

Bosch Nyon Display

Das Bosch Nyon Display ist ein all-in-one Bordcomputer, der alle relevanten Daten wie Navigation, Fahrmodi, Reichweitenassistent oder Fitnessdaten beim eBiken bereithält und den Radfahrer mit Hilfe von App und Portal von der Routenplanung über die Fahrt bis hin zur Auswertung der Aktivitäten unterstützt.

Bosch Nyon Display

Ab Modelljahr 2016:

Bosch Performance Line CX

Für das Modelljahr 2016 hat Bosch zusätzlich zum Performance Line Antrieb für Mountainbikes noch den Performance Line CX Antrieb eingeführt. Dieser hat ein maximales Drehmoment von 75 Nm und ist insbesondere für den Einsatz im Gelände und auf alpinen Tracks optimiert. Optisch überzeugt der Antrieb mit einem sehr technischen Look.

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Bosch Powerpack 500

Zusätzlich zu den bisherigen Akkus Bosch Powerpack 300 und 400 gibt es ab dem Modelljahr 2016 nun auch den Powerpack 500 mit 500 Wh und 13,4 Ah bei 36 V. Mit einem Gewicht von 2,6 kg beim Rahmenakku und 2,7 kg beim Gepäckträgerakku setzt er Maßstäbe in Bezug auf die Energiedichte.

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Bosch am weitesten verbreitet

Der Bosch Antrieb ist in Fahrrädern von über 50 Fahrradmarken eingebaut. Nicht alle Elektroräder sind zu empfehlen. Wir haben die interessantesten Modelle der führenden Hersteller für unsere Kunden ausgewählt. Bei uns finden Sie Elektrofahrräder mit Bosch-Antrieb von Bluelabel, Conway, Haibike, KTM, Kalkhoff, Riese & Müller, Sinus, Victoria und Winora.

Panasonic 26V

Panasonic Motor

Das 26-Volt-Panasonic-Antriebssystem ist das zur Zeit am weitesten verbreitete Mittelmotorantriebssystem. Die Motoreinheit enthält die Tretkurbelwelle mit einer Kraftmesseinrichtung, den bürstenlosen Elektromotor, ein einstufiges Getriebe und die gesamte Elektronik. Der Akku wird hinter dem Sitzrohr direkt an der Motoreinheit angesteckt. Dadurch hat das System nur eine Kabelverbindung nach außen: die Leitung zum Bedienteil am Lenker.

Da Probleme an Leitungen und Steckverbindungen die häufigste Fehlerursache bei Elektrofahrrädern sind, hat dieses System eine sehr geringe Fehleranfälligkeit.

Die Motorunterstützung wird über ein kleines Motorritzel auf die umgelenkte Kette eingekoppelt. Eine Spannrolle sorgt dafür, dass die umgelenkte Kette gespannt bleibt.Panasonic

Da dieses System keinen Geschwindigkeitssensor verwendet, wird die 25-km/h-Grenze über die Trittfrequenz ermittelt. Oberhalb der Grenz-Trittfrequenz schaltet der Motor ab. Im höchsten Gang des Fahrrades ergibt das 25 km/h, in kleineren Gängen ist die Geschwindigkeitsgrenze dann entsprechend geringer. Die Motorunterstützung ist bei diesem System stark von der Trittfrequenz abhängig. Eine Rücktrittbremse ist bei diesem System nicht möglich.

Das Panasonic-Antriebssystem wurde von vielen Fahrradherstellern eingebaut, z. B. Biketec Flyer, Kettler, Raleigh, KTM, Victoria. Von Panasonic gibt es Akkus in 8 Ah, 10 Ah, 12 Ah und 15 Ah. Kalkhoff und Raleigh haben auch eigene Akkus mit 18 Ah und 24 Ah herausgebracht. Damit sind nach unseren Erfahrungen Reichweiten von über 100 km möglich.

Das 26V-System gibt es auch in Versionen mit 250 (bis 2010) und 300 Watt (ab 2011) für schnelle Pedelecs bis 45 km/h.

Panasonic 36VPanasonic36V

Im Jahr 2012 hat Panasonic das Antriebssystem weiterentwickelt und eine Version mit 36 Volt auf den Markt gebracht. Dieser Antrieb ist im Vergleich zum 26V-Panasonic-System deutlich stärker. Dieses System verfügt auch über einen Geschwindigkeitssensor. Dadurch wird es möglich, dass die 25 km/h nicht nur im höchsten Gang erreicht werden können, sondern auch in den Gängen darunter (durch schnelleres Treten).

Das 36V-Panasonic-System ist wahlweise mit oder ohne Rücktrittbremse erhältlich. Auch bei diesem System wird der Akku direkt am Motor eingesteckt. Es ist sichergestellt, dass 26V- und 36V-Akks nicht in die falschen Fahrräder gesteckt werden können.

Panasonic liefert 36V-Akkus mit Kapazitäten zwischen 12 Ah und 15 Ah.

Das 36V-System gibt es auch in einer Version mit 350 Watt für schnelle Pedelecs bis 45 km/h.

Yamaha hat im Jahr 1994 das erste Mittelmotor-Antriebssystem auf den Markt gebracht. Nach einigen erfolglosen Jahren (die Akkutechnologie war noch nicht so weit) hatte Yamaha sich weitgehend aus diesem Bereich zurückgezogen und war nur beim ungarischen Fahrradhersteller Gepida zu bekommen. Andere Hersteller wie Panasonic folgten und erst einige Jahre später kam der Markt für Elektrofahrräder in Schwung.

Nachdem Yamaha einige Jahre nur wenig auf dem Markt vertreten war, wurde 2013 eine neue weiterentwickelte Version des Yamaha Mittelmotors vorgestellt.

Der Yamaha Motor ist leise und leicht, aber trotzdem sehr leistungsfähig. Als erster der Mittelmotoren ermöglicht er es, vorne zwei Kettenblätter zu montieren. Damit sind Kettenschaltungen bis 20 oder 22 Gänge möglich.

Ab Modelljahr 2014 kann man den neuen Yamaha Mittelmotor in Elektrorädern von Giant, Haibike, Wheeler und Winora finden. Mit zwei Kettenblättern vorne jedoch nur bei Haibike und Winora.

Im Jahr 2011 hat Kalkhoff in Zusammenarbeit mit Fa. Daum Electronic GmbH einen neuen 36V-Mittelmotor auf den Markt gebracht. Die Motoreinheit enthält die Tretkurbelwelle mit einer Kraftmesseinrichtung, den bürstenlosen Elektromotor, ein zweistufiges Getriebe und die gesamte Elektronik.

Die Motorkraft wird wie beim Bosch-System direkt auf das Kettenblatt eingekoppelt, sodass Umlenkrollen entfallen.

Der Akku wird hinter dem Sitzrohr direkt an der Motoreinheit angesteckt. Vom Motor gehen wie bei Bosch oder dem Panasonic 36V nur zwei Leitungen weg: zum Bedienteil mit LEDs und Tasten am Lenker und zum Geschwindigkeitssensor am Hinterrad.

Über ein Programmiergerät kann der Fahrradhändler die Unterstützung des Motors an die Bedürfnisse des Kunden anpassen.

Impulse

 

Akkus

Es sind 36V-Akkus mit 11 Ah (396 Wh), 14,5 Ah (522 Wh)und ab 2013 auch 17 Ah (612 Wh) Kapazität verfügbar. Nach unseren Erfahrungen reichen diese für ca. 75 km (bei 11 Ah) bzw. über 100 km (bei 14,5 Ah)und ca. 120 km bei 17 Ah auf unseren Mittelgebirgsstrecken.

Fahrräder mit Impulse Antrieb sind nur von den Marken der Derby Cycle AG - Kalkhoff, Focus, Raleigh, Rixe und Univega sowie vom Hersteller Gazelle - erhältlich.

Impulse Akku

Ab Modelljahr 2013:

Impulse Big LCD Display

Das Impulse Big LCD Display ist ebenso wie die dazugehörige Tasteneinheit beleuchtet. Es hat je nach Fahrrad drei oder vier Unterstützungsstufen und zeigt neben den Gesamtkilometern auch die Tageskilometer, die Reichweite, die Trittfrequenz, CO2- und Kosten-Ersparnisse, Tour- und Tripdaten usw. an. Dieses Display ist nur bei einigen Fahrradmodellen installiert. Es kann aber auch nachgerüstet werden.

 Impulse Big LCD Display

Ab Modelljahr 2014:

Impulse 2.0 Antrieb

Ab Modelljahr 2014 hat Derby Cycle mit dem Impulse 2.0 eine Weiterentwicklung des Impulse Antriebs auf den Markt gebracht. Ein Shift-Sensor im Unterrohr erkennt, wenn der Radfahrer die Schaltung betätigt und schaltet für kurze Zeit die Motorleistung weg, damit die Schaltung besser schalten kann. Außerdem wurde der Rücktritt verbessert und die Motorleistungsregelung verbessert.

 

 

Impulse Compact LCD Display

Das Impulse Compact LCD Display ist ebenso wie die dazugehörige Tasteneinheit beleuchtet. Es hat drei Unterstützungsstufen und zeigt neben den Gesamtkilometern auch die Tageskilometer an. Das Impulse Compact LCD Display kann an älteren Elektrorädern mit Impulse Antrieb auch nachgerüstet werden.

Impulse Compact LCD Display

Ab Modelljahr 2016:

Impulse EVO Antrieb

Ab Modelljahr 2016 (mit einer Limited-Vorserie in 2015) hat Derby Cycle mit dem Impulse EVO den Impulse Antrieb grundlegend überarbeitet. Der Motor ist laufruhiger und leiser geworden trotz hoher Motorleistung. Die Akkus sind in die Fahrradrahmen integriert. Bei den Elektrorädern der Integrale-Serie ist der Akku in das Unterrohr des Diamantrahmens integriert. Bei den Elektrorädern der Include-Serie ist der Akku hinter dem Sattelrohr in den Rahmen integriert. Der Impulse EVO wird nur in den Premium-Rädern von Kalkhoff eingebaut, die anderen Elektroräder verwenden weiterhin den bewährten Impulse 2.0 Antrieb.

 

 

Impulse EVO Display

Für den Impulse Evo Antrieb wurde ein neues Display eingeführt, welches eine zukunftsichere Navigation ermöglicht. Über eine kostenlose Fahrradnavigations-App für Iphone und Android Smartphones läuft die Fahrradnavigation auf dem Smartphone. Dieses steht über Bluetooth mit dem Fahrraddisplay in Verbindung. Dort werden dann die Navigationsinformationen angezeigt. Diese Systemarchitektur ermöglicht es, dass die Navigation auf dem Smartphone weiterentwickelt werden kann und das Elektrorad damit auf dem neuesten Stand sein kann.

Display Impulse Evo

Von Sunstar aus Japan gibt es einen Mittelmotor, den man im Tretlager nachrüsten kann. Dazu wird das herkömmliche Tretlager herausgenommen und anstelle diesem die Tretlagerwelle des Sunstar Antriebes eingesetzt. Es stehen Kettenblätter mit unterschiedlichem Durchmesser zur Verfügung.

Der Sunstar Antrieb ist eine ideale Lösung für spezielle Fahrräder, bei denen andere Arten von Antrieben ungünstig sind, z. B. Fahrräder mit Rohloff-Nabenschaltung.

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