Elektro-Fahrräder verbrauchen Energie und herkömmliche Fahrräder nicht - wenn wir die ökologischen Kosten für Anbau und Verarbeitung der Lebensmittel, die wir verzehren, außer Acht lassen. Sind daher Elektrofahrräder schlechter für die Umwelt als herkömmliche Fahrräder?

Die verbrauchte Energiemenge ist sehr klein im Vergleich zu einem Auto, Moped oder Mofa. Ein Auto verbraucht bei 8 Liter/100km etwa 100 Kilowattstunden Energie, ein Mofa oder Moped bei 3 Liter/100 km etwa 35 Kilowattstunden.Ein Elektro-Fahrrad verbraucht für 100 km etwa eine Kilowattstunde Energie, d. h. etwa 1 - 2 % der Energie, die Auto verbraucht.

Wenn Sie mit diesen Zahlen nichts anfangen können:

Wenn Sie eine 100 Watt Glühbirne einen Abend brennen lassen, so entspricht das der Energie, mit der Sie mit einem Elektro-Fahrrad 50 km weit fahren können. 

Aus statistischen Untersuchungen der Stadt Basel weiß man, dass durch ein Elektro-Fahrrad pro Jahr etwa 900 Autokilometer vermieden und dadurch etwa 80 Liter Benzin gespart werden. Dies ist ein Gewinn für die Umwelt, entlastet das Portemonnaie und trägt bei zu einer besseren Fitness und Gesundheit.

Bezogen auf den Kapitaleinsatz spart ein Elektrorad damit etwa so viel fossilen Treibstoff ein wie eine Solaranlage zur Warmwasserbereitung - und das bei noch vielen weiteren Vorteilen!

Insgesamt kann man also sagen, dass ein Elektrofahrrad nicht schlechter für die Umwelt ist, als ein herkömmliches Fahrrad. Da es häufiger genutzt wird als ein herkömmliches Fahrrad und damit mehr Autokilometer einspart, ist es ein Nutzen für die Umwelt.

 Übrigens:

Wussten Sie, dass Pedelecs besser fürs Klima sind als herkömmliche Fahrräder?

Denn wer nach dem Radfahren nicht duschen muss, spart Energie. Der Energieverbrauch von 2 Minuten warm duschen entspricht in etwa 100 km Pedelec fahren!  

Keine Lärmbelästigung

Die Motoren der Elektrofahrräder sind fast geräuschlos. Im Gegensatz zu Auto, Mofa oder Moped entstehen hier keine Lärmbelästigungen.

Zum Schmunzeln:

Karl T. Ulrich, Professor an der Wharton School der Universität von Pennsylvania, schockiert die radelnde Ökoszene mit folgender These : Mit dem Rad unterwegs zu sein verursacht mehr Umweltschäden als das Herumfahren in einem Automobil.
Wie kann das sein?
Prof. Ulrich argumentiert messerscharf: Radfahrer leben gesünder und damit länger. In diesem verlängerten Leben konsumieren sie mehr Energie als sie durchs Radeln einsparen. (Quelle: www.pd-f.de)

Bilder: Angelika Lutz/Pixelio, O. Fischer/Pixelio, tom-sawyer/Pixelio

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