der Dienstfahrrad-Leasingkonzepte

Wir haben die unterschiedlichen Leasingkonzepte für Dienstfahrräder miteinander verglichen. Dabei haben wir einen Fahrradpreis von 2.500 Euro und ein Bruttomonatgehalt von 2.500 Euro bei Steuerklasse 1, ohne Kinder, mit Kirchensteuerpflicht in Hessen und mit einem Krankenkassen-Zusatzbeitrag von 9% als Beispielfall verwendet:
 
  Businessbike Jobrad Lease-a-bike
Mindestpreis Fahrrad 999,00 € 749,00 € 799,00 €
Maximalpreis Fahrrad
(kann durch Arbeitgeber
begrenzt werden)
- 10.000,00 € -
Vollkasko-Versicherung
(Diebstahl, Vandalismus,
Sturzschäden, Unfall,
Material- und Konstruktions
-fehler)
ja, ohne Selbst-
beteiligung
ja, mit 150 €
Selbstbeteiligung
ja, mit 150 €
zzgl. MwSt.
Selbstbeteiligung
Mobilitätsgarantie
7 Tage
24 Stunden
Hotline,
Pickup-Service
mit Kosten-
übernahme
7 Tage
24 Stunden
Hotline,
Kosten bis 150 €
für Pannenhilfe,
bis 50 € bei
Selbsthilfe
(erst seit Apr. 15)
Pannenhilfe
ist selbst zu
organiseren,
Kosten für
Reparaturen und
Mobilität
(Leihrad, Taxi)
bis 200 €
zzgl. MwSt.
pro Jahr
mitversichert
Versicherung Pannenschäden
mitversichert,
inkl. Teile
ohne Selbst-
beteiligung
nur Pannen
-hilfekosten,
keine Ersatz-
teile
(erst seit Apr. 15)
mitversichert
inkl. Teile,
ohne Selbst-
beteiligung
bis 200 €
zzgl. MwSt.
pro Jahr
Service und Wartung,
Inspektionen (Verschleiß)
nicht
mitversichert,
muss vom
Arbeitnehmer
bezahlt
werden
nicht
mitversichert,
muss vom
Arbeitnehmer
bezahlt
werden
mitversichert
inkl. Teile,
ohne Selbst-
beteiligung
bis 200 €
zzgl. MwSt.
pro Jahr
Monatliche Leasingrate bei
einem Elektrofahrrad für einen
Verkaufspreis von 2.500 €
inkl. MwSt.
(Gehaltsumwandlung)
65,51  68,91 € 69,96 €
Monatliche Versicherungskosten
(Gehaltsumwandlung)
7,50 5,25 € 15,00 €
Minderung des Netto-
monatslohns im Beispielfall*
 49,85 €  50,23 € 56,85 €
Restwert in Prozent 10 % 10 % 4 %
Restwert im Beispielfall* 250,00 € 250,00 € 100,00 €
Gesamtkosten im Beispielfall*
inklusive Übernahme durch den
Arbeitnehmer nach 3 Jahren
(36 x Mindernetto + Restwert)
2.044,64 € 2.058,28 € 2.146,60 €

Copyright: 2015 Leichter fahren Elektrorad-Zentrum, Eschenburg

* Fahrradpreis 2.500 € inkl. MwSt., Bruttomonatgehalt 2.500 € bei Steuerklasse 1, ohne Kinder, mit Kirchensteuerpflicht in Hessen und mit einem Krankenkassen-Zusatzbeitrag von 9%, Arbeitgeber vorsteuerabzugsberechtigt, abgerufen am 02.12.2015 auf den Homepages der Anbieter.

Unsere Einschätzung für den Arbeitnehmer

Das Leasingkonzept von Businessbike ist das kostengünstigste für den Arbeitnehmer. Außerdem ist in diesem Konzept eine Vollkasko-Versicherung ohne Selbstbeteiligung für folgende Ereignisse enthalten: Diebstahl, Teilediebstahl, Vandalismus, Unfallschäden, Sturzschäden, Pannenschäden, Akkudefekte und Elektroschäden. Die regelmässigen Wartungskosten (Inspektionen, Reifen, Bremsbeläge, Ketten usw.) sind nicht abgedeckt und vom Mitarbeiter zu tragen.

Bei dem Konzept von Lease-a-bike ist ebenfalls eine Vollkasko-Versicherung enthalten, die die Ereignisse Diebstahl, Teilediebstahl, Bedienungs-, Konstruktions-, Material- und Ausführungsfehler, Überspannung, Induktion, Kurzschluss, Brand, Blitzschlag, Explosion, Implosion, Sturm, Frostschäden, Eisgang, Erdbeben, Überschwemmung sowie Schäden an Akku und Motor abdeckt, allerdings mit einer Selbstbeteiligung von 150 € zzgl. MwSt.

Im Konzept von Lease-a-bike ist aber die Wartung, der Service und die Inspektionen der geleasten Fahrräder und Elektrofahrräder bis 200 € pro Jahr mit in der Leasingrate enthalten. Nach unseren Erfahrungen muss man 120 bis 150 € pro Jahr für die Wartung eines Elektrorades rechnen, wenn es regelmässig benutzt wird, z. B. auf dem Arbeitsweg.

Nun muss ein Arbeitnehmer einschätzen, wie hoch das Risiko ist, dass er die Vollkaskoversicherung in Anspruch nehmen muss. Wenn er das Risiko als sehr hoch einschätzt, ist er bei Businessbike gut aufgehoben. Schätzt er das Risiko eher als gering ein (weil er z. B. sein Fahrrad nicht an gefährdeten Standorten stehen lässt), ist er bei Lease-a-bike besser aufgehoben.

 

Unsere Einschätzung für den Arbeitgeber

Wenn ein Arbeitgeber einem Arbeitnehmer einen Dienstwagen zur Verfügung stellt, ist es selbstverständlich, dass der Arbeitgeber die Wartungskosten des Dienstwagens übernimmt. Würde er die auf den Mitarbeiter abwälzen, wäre der Dienstwagen-Charakter fragwürdig und es könnte sein, dass das Finanzamt dies bei Lohnsteuerprüfungen beanstandet.

Entsprechendes gilt natürlich auch für Dienstfahrräder. Darüber sollte sich ein Arbeitgeber mit seinem Steuerberater unterhalten, uns fehlt da das Hintergrundwissen, um die steuerlichen Risiken zu beurteilen.

Ein weiterer Aspekt: Nur mit dem Konzept von Lease-a-bike kann der Arbeitgeber dafür sorgen, dass die Wartungskosten abgedeckt sind. Somit kann der Arbeitgeber seine Sorgfaltspflicht gegenüber dem Arbeitnehmer erfüllen und sicherstellen, dass das überlassene Fahrrad in einem verkehrssicheren und gefahrlosen Zustand ist,  indem er die Wartung in den Leasingvertrag einschließt.

Ein Arbeitgeber sollte sich aus unserer Sicht daher das Konzept von Lease-a-bike näher ansehen.

 

 

 

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