BionX - Antriebe zum Nachrüsten

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen(FAQs) rund um die BionX - Nachrüstsätze:

Der PL-500 HS Antrieb wird von BionX in Deutschland nur in großen Stückzahlen an Fahrradhersteller vertrieben, die damit schnelle Pedelec mit Typzulassung bauen. An Händler und Endkunden wird der Antrieb in Deutschland nicht verkauft, da BionX nicht möchte, dass Kunden illegal damit fahren. Eine Einzelzulassung als Kleinkraftrad ist aufwendig und teuer.

Lediglich als Ersatzteil ist der Motor zu bekommen, z. B. hier.



BionX bietet aber den PL-250HT an. Dieser Antrieb verfügt über deutliche Drehmomentreserven und basiert wie der PL-500 HS auf einem Lithium-Ionen-Akku mit 36 V und 9,6 Ah. In Deutschland gibt BionX die Nennleistung mit 250 Watt an, damit ist der Motor legal bis 25 km/h. Die Spitzenleistung des Motors beträgt 650 Watt, das maximale Drehmoment beträgt 32 Nm.

 

Die Reichweite eines BionX Antriebs hängt von vielen Faktoren ab:

- Gewicht von Fahrer und Gepäck
- eingestellte  Unterstützungsstufen
- eingestellte Gänge und Tretkraft sowie Übersetzung und Radgröße des Fahrrades
- das Gelände - Ebene oder bergiges Gelände, Steigung und Länge von Bergstrecken
- Stärke und Richtung des Windes
- die Außentemperatur: bei niedrigen Außentemperaturen kann die Reichweite deutlich reduziert sein 

Zur Einschätzung der Reichweiten in unserer bergigen Gegend hier ein Bericht von einer unserer Radtouren:

Sparsame Fahrweise: Simmersbach - Angelburg - Aartalsee - Burg - Dillenburg - Simmersbach

Am Hirzenhainer HangIch bin am 09. September 2008 mit dem Giant X-Sport 1 mit BionX PL-250HT von Eschenburg-Simmersbach (Höhe 387 m über NN) über Hirzenhain, Hirzenhain-Bahnhof und dann auf dem Radweg "Aartalsee - Perfstausee" weiter über die Angelburg, Wallenfels, Eisemroth und Bischoffen zum Aartalsee gefahren. Dann zwei Runden um den Aartalsee und über Bischoffen, Bicken, Burg und Dillenburg zurück nach Simmersbach.  Die gefahrene Strecke  betrug 75 km bei einer Außentemperatur von 12 - 22 Grad Celsius und strahlendem Sonnenschein. Die Fahrzeit betrug etwa 3 Stunden 20 Minuten. Die Summe der Steigungen betrug insgesamt 651 Meter (laut Radroutenplaner Hessen).

Am AartalseeBeim Bergabfahren wurde meist der Generatorbetrieb eingesetzt. Auf gerader Strecke wurde der Antrieb zeitweise abgeschaltet und zeitweise auf Stufe 1 geschaltet. Bergauf wurde weitgehend in Stufe 1 gefahren - nur auf starken Steigungen wurde auf Stufe 2 geschaltet. Es war an dem Tag wenig bis mittlerer Wind. Vor der Fahrt war der Akku komplett aufgeladen. Es wurde schon auf eine sparsame Fahrweise geachtet. Der Akku zeigte am Ende der Radtour noch 3 von ca. 10 Punkten, d.h. der Akku hatte noch ca. 30% Restkapazität. 

Fahrrad: Giant X-Sport 1 Größe 50 mit BionX PL-250HT mit 1 Akku 36V 9,6 Ah: Durchschnitts-Radfahrer, Gewicht 82 kg + 3 kg Gepäck = Gesamtgewicht 85 kg.

Fazit: Mit dem PL-250-HT sind auch in bergigen Gegenden Touren von 100 km für durchschnittliche Radfahrer möglich, wenn auf sparsame Fahrweise geachtet wird.

Das Ladegerät hat eine rote Betriebs-LED und eine weitere LED, die den Ladezustand anzeigt. Leuchtet diese LED gelb, so befindet sich das Ladegerät im Ladebetrieb. Wenn die LED grün leuchtet, hat das Ladegerät die Ladung beendet.

Bei den ersten Ladungen sollte der Akku nach dem Umschalten der LED auf grün noch 24 Stunden angeschlossen bleiben. So ist sichergestellt, dass der Akku komplett geladen wird.

Wenn das Ladegerät dauernd am Netz hängt und eingeschaltet ist, sollte es nach dem Anschliessen des Akkus zum Laden mindestens 5 Sekunden ausgeschaltet werden, damit sichergestellt ist, dass das Ladegerät vor jedem Ladevorgang ordnungsgemäß initialisiert wird.

Das Aufladen des Akkus sollte nicht bei Temperaturen unter 0°C stattfinden.

Prinzipiell ist der Einbau im Vorderrad durch zusätzliche Maßnahmen möglich, ich würde jedoch davon abraten. Ein entscheidender Vorteil des BionX-Systems ist es, dass die Motorleistung über die Kraft des Radfahrers gesteuert wird. Der Kettenzug wird im Motor gemessen und die Trittkraft des Radfahrers über die Motorleistung verstärkt. Wenn der Motor ins Vorderrad eingebaut wird, ist diese Art der Steuerung nicht möglich. Der Motor kann dann nur über die Bedienkonsole bzw. einen Gashebel gesteuert werden.

Andere Systeme auf dem Markt, die Nabenmotoren für das Vorderrad enthalten, werden meist ebenfalls nur über einen Drehsensor und einen Gasgriff gesteuert. Auch diese Systeme sind nicht mit den Fahreigenschaften eines BionX-Systems im Hinterrad vergleichbar.

Ein Antrieb mit NiMH-Akku (z. B. P-250) kann durch Austausch des kompletten Akkus (incl. der darin enthaltenen Steuerung) auf PL-250 umgerüstet werden. Es ist aber nicht möglich, auf einen Antrieb mit anderer Spannung (z. B. PL-250 HT mit 36 Volt) umzurüsten.

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